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Eine Frau, die keine Pille(n) nimmt. Eine Frau, die nur auf Gummis vertraut? Eine ganze Pharmaindustrie, die nicht von der Pille schlechthin lebt?“ Was wäre das denn? Für viele wäre das einfach unvorstellbar. Seit ihrer Einführung Mitte der 60er Jahre ist die Pille zum absoluten Marktschlager geworden und rangiert bei jungen Mädchen/Frauen ganz oben auf der Hitliste der beliebtesten Verhütungsmittel. Doch ist der legendäre Ruf der Pille gerechtfertigt? Lohnt sich das ständige „Pillen schlucken“ auch wirklich? Und wozu führt das ständige „Pillen schlucken“ (im Körper der Frau)?
Der Sinn des „Pille(n) Schluckens“
„Du nimmst die Pille? Na dann is ja alles klar! Dann brauchen wir ja kein Kondom!“ So manch junger Kerl vertraut ohne groß nachzudenken auf die Wirkung der Pille. Doch zu Recht?
Zumindest könnte man es so unterschreiben, wenn die Frau sich ihrer Verantwortung stets bewusst ist und den „Gesetzen der Pille“ konsequent folgt. Bei den meisten Pillen-Präparaten bedeutet das: 21 Tage lang täglich die Pille nehmen und anschließend 7 Tage pausieren.
Nur so kann die Pille ihre „Dreifachwirkung“ entfalten:
Nämlich zum einen den Eisprung verhindern
Darüber hinaus einen für Spermien undurchdringbaren Schleimpropfen vor dem Muttermund bilden
Und zuguterletzt die Schleimhaut der Gebärmutter deutlich weniger aufbauen
Für jede eine Pille?
Es gibt über 50 verschiedene Pillen- Präparate in Deutschland. Da müsste doch für jede Frau eine dabei sein, oder? Da kann doch jede Frau eine „andere Pille“ schlucken und trotzdem immer dasselbe Ergebnis- nämlich absolut sicheren Empfängnisschutz- erwarten? Ja diese Erwartung ist durchaus realistisch. Aber ohne einen vorherigen Besuch beim lieben Onkel Doktor geht gar nichts. Der muss die Pille nämlich verschreiben. Und wenn sich nach einer gründlichen Vorab- Befragung rausstellen sollte, dass Sie von einem oder mehren der folgenden Leiden:
Vorausgegangene oder bestehende Thrombosen (Blutpropfenbildung mit Verschluss der Gefäße) => auch Schlaganfall und/oder Herzinfarkt
Schwere Diabetes mit Blutgefäßveränderungen
Akute und chronische Lebererkrankungen
Schwer behandelbarer Bluthochdruck
Hohes Übergewicht
betroffen sind, wird er Ihnen Pille nicht verschreiben. Die Gefahr, dass sich Ihr Leiden durch die Pille noch verstärkt, ist dann viel zu hoch.
Pille ist nicht gleich PilleWenn keine dieser gesundheitlichen Bedenken im Weg stehen, ist die Pille für Sie zum Greifen nah. „Doch halt: Was hat der Arzt mir da eigentlich für ein „Pillen-Präparat“ verschrieben. Bei meiner Bekannten heißt das aber anders“. Wenn Ihnen beim ersten Blick auf Ihr Rezept Bedenken kommen, seien Sie unbesorgt. Denn Pille ist nicht gleich Pille. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen:
Einphasenpräparaten: In dieser Pillenpackung sind in jeder Tablette die gleiche Menge an den Hormonen Östrogen und Gestagen enthalten. Wenn die Reihenfolge der Tabletten versehentlich mal vertauscht wird, hat das keine Auswirkungen
Zweiphasenpräparaten: In der ersten Packungshälfte enthalten die Tabletten nur Östrogene, in der zweiten die Hormone Östrogen und Gestagen
Zwei- und Dreistufenpräparate: Die Tabletten enthalten Östrogen und Gestagen. Die Hormondosierungen innerhalb des Monats sind unterschiedlich hoch. Hormonellen Schwankungen- wie sie im normalen Zyklus vorkommen- soll so besser entsprochen werden. Bei diesen Präparaten muss die Reihenfolge der Tabletten genau eingehalten werden.
Wenn Ihnen Ihr verschriebenes Pillen-Präparat doch nicht bekommt, haben Sie natürlich jederzeit die Möglichkeit zu wechseln. Machen Sie sich keinen Kopf. Gerade bei vielen jungen Frauen dauert es manchmal etwas bis Sie Ihre Pille gefunden haben.
Vorteile der Pille
Bestimmte Pillensorten können fettige Haare beseitigen und Haarausfall verringern
Akne kann sich verbessern
Sogar Gewichtsprobleme können ausgeglichen werden: Einige Pillenarten wirken unerwünschten Wassereinlagerungen entgegen
Prämenstruelle Beschwerden (wie starke Stimmungsschwankungen; Gereiztheit; Menstruationsschmerzen) können gelindert werden
Die Anwendung ist kinderleicht
Bei richtiger Anwendung ist die Pille zu 99% sicher.
Bis zum 20 Lebensjahr werden für Frauen in der gesetzlichen Krankenkasse die Kosten übernommen
Nachteile der Pille
Man muss regelmäßig an die Einnahme denken
Bei mehrstufigen Präparaten muss man sich immer genau an die Reihenfolge halten.
Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen; Übelkeit; Erbrechen; Zwischenblutungen, sexuelle Unlust können auftreten
Antibiotika; Schmerz- und Kreislaufmittel können den Empfängnisschutz herabsetzen
Auch bei Durchfall oder Erbrechen ist die Wirksamkeit geringer, da die Wirkstoffe nicht ausreichend im Körper aufgenommen werden bzw. zu schnell wieder ausgeschieden werden.
Kein Schutz vor sexuelle übertragbaren Krankheiten
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